Es kann viel Mut erfordern sich an eine Beratungsstelle zu wenden.
Doch oft ist es gut, mit jemandem über das reden zu können, was belastet.
Manchmal ist es einfach wichtig zu wissen, wo Frau Hilfe bekommen kann.
Und manchmal ist es notwendig Schutz zu suchen.
Sie müssen nicht allein mit Allem fertig werden.
Wir unterstützen Sie gern in Ihrer individuellen Lebenssituation.

Saskia Kamp, Dipl. - Pädagogin
Marianne Tjarks,  Dipl. – Sozialpädagogin

Frau Tjarks und Frau Kamp sind zuständig für die psychosoziale Beratung von Frauen und bieten Frauen in Krisensituationen einen geschützten Raum um ihre Situation zu betrachten, zu sortieren und neue Schritte zu gehen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in der Beratung bei Trennung und Scheidung, längerfristiger Einzelbegleitung von Frauen, die Gewalt erfahren haben und erfahren, auch in Form von Mobbing und Stalking. Hinzu kommen bei Bedarf Existenz- und Sozialberatungen und kurzfristige Krisenintervention für Frauen, die eine Klärung ihrer Situation benötigen, sowie die Anleitung von Gruppen für Frauen je nach Nachfrage.

Regine Balk, HP-Psychotherapeutin

Frau Regine Balk arbeitet in den Bereichen Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie mit Stiftungsanträgen. Ihr Schwerpunkt ist neben der Krisenintervention, Einzelberatung und Paarberatung bei Beziehungskonflikten, die durch eine Schwangerschaft entstehen. Sie ist ausgebildete Ehe-, Familien-und Lebensberaterin. Desweiteren ist sie auch Ansprechpartnerin für den Bereich Prävention. Laut §2 Schwangerschaftskonfliktgesetz hat jede Frau (...) das Recht, sich (...) in einer Beratungsstelle informieren und beraten zu lassen. Der Anspruch auf Beratung umfasst Informationen über 1. Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung (...), 6. die Methoden zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs, die physischen und psychischen Folgen eines Abbruchs und die damit verbundenen Risiken (...). Aufgrund der zunehmend sehr jungen Schwangeren wird hier eine Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendvereinen gesucht.

Inge Dotschkis-Hillejan, Dipl.-Sozialpädagogin

Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung ist der Arbeitsschwerpunkt von Frau Inge Dotschkis-Hillejan. Sie berät bei Problemen in Zusammenhang mit der Schwangerschaft oder dem Schwangerschaftsabbruch, d.h. bei psychosozialen Konflikten und/oder finanziellen Problemen. Hilfestellungen bei der Antragstellung an die Bundesstiftung "Mutter und Kind" sowie an die Stiftung "Familie in Not" und die Stiftung "Dabeisein" gehören ebenfalls zu ihrem Arbeitsbereich. Auch bei Fragen zur Existenzsicherung (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe etc.) ist Frau Inge Dotschkis-Hillejan Ansprechpartnerin. Darüber hinaus bietet Frau Dotschkis-Hillejan mit ihrer Zusatzausbildung in frauenspezifischer, feministischer Gestalttherapie Gruppen- und Einzelberatung für Frauen an, die sich in einer krisenhaften Lebenssituation befinden, z.B. Trauerbegleitung nach Kindestod oder Unterstützung bei postpartaler Depression.

Die Frauenberatung Verden gehört zum "Verbund Niedersächsischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen gegen Gewalt"

Wir arbeiten nach feministischen Grundsätzen:

  1. Freiwilligkeit und Anonymität
  2. Parteilichkeit
  3. Ganzheitlichkeit
  4. Enttabuisierung

Die Lebenssituation ändert sich, wenn Frauen aufhören sich als machtlos zu begreifen und beginnen selbst zu handeln. Wir verstehen unsere Arbeit als solidarische und kompetente Ermutigung von Frauen, ihre Situation wahrzunehmen und ihre Geschichte aufzuarbeiten. Gefühle bekommen dabei Gestalt, die ursprüngliche eigene Kraft wird wiederentdeckt, neue Wege, die mehr Autonomie erlauben, können ausprobiert werden.

Und eine Wahrheit, die wir anerkennen ist die, dass nach 40 Jahren Frauenbewegung noch immer gilt:

  • Frauen sind die Hälfte der Weltbevölkerung
  • Frauen leisten zwei Drittel der Arbeitsstunden,
  • Frauen erhalten ein Zehntel des Welteinkommens,
  • Frauen besitzen weniger als ein Hundertstel des Eigentums

(United Nation Report von 1980)

Ausgangspunkt für unsere Arbeit ist eine feministische Grundhaltung, die sich zeigt in unserer Solidarität und in unserem Respekt für die ratsuchende Frau. Mit unserer ganzheitlichen Sichtweise möchten wir Frauen darin unterstützen, der eigenen Wahrnehmung zu vertrauen, Zwänge, Gewaltverhältnisse und einengende Lebensmuster als solche zu erkennen.

Vor diesem Hintergrund heißt Beratung für uns Hilfe und Begleitung bei der (Wieder-) Entdeckung der eigenen Stärke, der eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Fähigkeiten. Ein Selbstfindungsprozess mit dem Ziel, Handlungsspielräume zu erweitern und das eigene Leben selbstbestimmt zu gestalten.

"Feminismus hat im Laufe der Zeit viel bedeutet - auch viel Überflüssiges. Man kann ihn definieren als einen Standpunkt - in Bezug auf Gerechtigkeit, Würde, Freiheit -, den sich fast alle selbständigen Frauen zu eigen machen würden, wenn sie nicht die Vergeltung fürchteten, die ein derart anrüchiges Wort regelmäßig provoziert."

Susan Sonntag (1933-2004) Schriftstellerin/USA